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 Betreff des Beitrags: Tierschutz hört nicht an der Grenze auf: Einsatz in Litauen
#1BeitragVerfasst: 21. Sep 2017, 21:07 
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Tierschutz hört nicht an der Grenze auf:
Erneuter TASSO-Einsatz in Litauen


Vertrauensvoll blickt Berta mit treuen Augen in das Gesicht ihres Frauchens. Die fast zweijährige Hündin ist die erste Patientin im zweiten Catch-Neuter-Release (CNR)-Bridge-Projekt dieses Jahres, das unsere Projektleiterin Gudrun Koller für TASSO in der dritten Septemberwoche im litauischen Vilnius durchführt. Gleich wird Berta in Narkose gelegt und anschließend kastriert. Denn Bertas Frauchen hat verstanden, dass nur die Kastration eine sinnvolle und humane Möglichkeit ist, unerwünschten Nachwuchs und somit auch das Leid der Tiere auf der Straße zu verhindern.

Tierleid ist keine Seltenheit

Die große Hündin hat in ihrem jungen Leben schon viel erlebt. Während eines Waldspaziergangs vor eineinhalb Jahren hörte ihr jetziges Frauchen plötzlich ein jämmerliches Wimmern. Sie folgte diesem Ruf und traf auf Berta: völlig allein und hilflos an einem Baum angebunden. Die damals gerade einmal vier Monate alte Hündin war ihrem Schicksal bei Schnee und eisiger Kälte völlig ausgeliefert. Bertas Retterin nahm das komplett verängstigte und ausgehungerte Tier mit nach Hause und päppelte es auf. Die Schicksalswende für Berta: Aus dem scheuen Junghund ist mittlerweile eine stattliche Hündin geworden, die sogar in der ungewohnten Klinikatmosphäre schnell Vertrauen fasst und mit ihrer ruhigen Art die Herzen des gesamten Projektteams erobert.

Bertas traurige Geschichte ist leider kein Einzelfall. Immer wieder kommt es in Litauen durch die Armut der Menschen dazu, dass Hunde und Katzen ausgesetzt werden, weil sich die Halter deren Versorgung einfach nicht mehr leisten können und kaum selbst über die Runden kommen. Doch genau wie Bertas Frauchen erkennen immer mehr Menschen durch den Aufklärungseffekt unserer Projekte und die Berichterstattung in den Medien, dass ein Tier kein Spielzeug ist und eine lebenslange Verpflichtung bedeutet.

Das Projektprinzip: Diplomatie unter Menschen zum Wohl der Tiere

Eine Brücke zwischen Menschen, Politik und Tierschutz zu bilden, das ist das Ziel der CNR-Bridge-Projekte. Dabei stehen C („catch“), N („neuter“) und R („release“) für das Einsammeln, Kastrieren und wieder Freilassen beziehungsweise das Vermitteln von Streunertieren an gute Besitzer. Und Bridge für die „Brücken“, die durch das Prinzip „Kastrieren statt Töten“ für ein verantwortungsvolles Miteinander zwischen Mensch und Tier entstehen.

Doch die CNR-Bridge-Projekte, die Gudrun Koller für TASSO seit 2015 in Litauen und seit 2016 in Montenegro durchführt, bieten noch viel mehr. Auch Menschen mit einem sehr kleinen Einkommen und solche, die von der Nothilfe leben, erhalten durch sie die Möglichkeit, ihre Haustiere kostenfrei kastrieren zu lassen. Denn gerade die Tiere von bedürftigen Menschen sind besonders gefährdet, ausgesetzt zu werden. Neben der Kastration von Besitzer- und Straßentieren ist auch deren Kennzeichnung und Registrierung im Haustierregister von TASSO Teil der Projektarbeit. So kann nicht nur die unkontrollierte Vermehrung der Tiere verhindert, sondern ein entlaufenes Tier auch wieder nach Hause zurückgebracht werden. Darüber hinaus besteht so die Möglichkeit, die Menschen zu identifizieren, die ihre Tiere ausgesetzt haben.

Nachhaltigkeit ist bei den CNR-Bridge-Projekten oberstes Gebot. Deshalb werden örtliche Tierarztassistenten und Tierärzte von unserem Projektteam in die Durchführung schonender Kastrationsmethoden und die komplexe Infrastruktur eines erfolgreichen CNR-Projekts eingewiesen, damit sie diese künftig selbstständig anwenden und einen aktiven Beitrag zum Wohl der Tiere leisten können.

„Für mich persönlich sind solche Geschichten wie die von Berta ein Zeichen dafür, dass die jahrelange und hartnäckige Projektarbeit in Litauen langsam aber sicher Früchte trägt“, freut sich Projektleiterin Gudrun Koller, die bei jedem einzelnen TASSO-Einsatz selbst vor Ort ist und neben der Organisation und Koordination auch aktiv bei den Kastrationseinsätzen mitarbeitet. „Ich hoffe, dass wir künftig noch viele weitere Aktionen in Litauen durchführen können, um das Umdenken der Bevölkerung im Umgang mit Tieren und den Tierschutz im Allgemeinen weiter voranzubringen.“

Sie wollen mehr über unsere Arbeit im Rahmen der CNR-Bridge-Projekte erfahren? Viele weitere Informationen finden Sie auf der TASSO-Homepage.


© Copyright TASSO e.V.

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(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tierschutz hört nicht an der Grenze auf: Einsatz in Litauen
#2BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 10:23 
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Ich freu mich für Berta,dass sie gefunden wurde und nun ein schönes Hundeleben hat :00008351:
Es ist immer wieder traurig,wenn man von solchen Tierschiksalen liest.Leider werden das immer mehr und nicht nur in Litauen,Rumänien,Polen,Russland ,Thailand usw...gibt es dieses Tierleid,sondern auch in dem "reichen" Europa.Wie oft hört man von an Autobahnraststätten angebundenen Tieren,oder direkt vor Tierheimen ....Ich kann solche Leute nicht verstehen :smilie_wut_126: :smilie_wut_126:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tierschutz hört nicht an der Grenze auf: Einsatz in Litauen
#3BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 13:38 
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